Garten- und Siedlergemeinschaft Einigkeit in Berlin – Pankow im Ortsteil Rosenthal

 

Die Berliner Stadtverordnetenversammlung beschloss am 24.02.1916, für die “Errichtung von Kleingärten in Rosenthal 26.700 M, davon als erste Rate 5.000 M, zur Einfriedung des Geländes und Anschließung desselben an die vorbeiführenden Wasserleitung“, zu bewilligen.

Die ersten Parzellen entstanden als “Kartoffelland” während des1. Weltkrieges auf den Rieselfeldern der Gemeinde Rosenthal und dienten vorallem dem Anbau von Kartoffeln, Kohl und Rüben.Unsere Anlage liegt im Norden von Berlin, genauer in Pankow – Rosenthal und erstreckt sich über eine Fläche von ca. 56 ha zwischen der Dietzgenstraße bis zur Mönchmühler Str. und in der Nord-Süd-Richtung zwischender Schönhauser Str. bis zum Botanischen Volkspark.

Unsere Mitglieder nutzen ihre Parzellen zur kleingärtnerischen Tätigkeit, Erholung und Freizeitgestaltung. Grund und Boden gehören dem Land Berlin und der Garten- und Siedlergemeinschaft Einigkeit GmbH, deren Gesellschafter unser Verein sowie die Parzellen- und Garagennutzer dieses Landstriches sind. Seit nunmehr fast 100 Jahren gestalten Gartenfreunde in mehreren Generationen aus den ehemaligen Rieselfeldern und Kartoffeläckern eine im wahrsten Sinne blühende Landschaft mit liebevoll gepflegten Gärten und einem Vereinshaus mit einer  Gaststätte, in der man nicht nur gut speisen und trinken, sondern auch ausgelassen Feste feiern kann, wie sie fallen. Die uralten Eichen und Kastanien auf dem großen Vereinsplatzspenden im Sommer angenehmen Schatten und lassen die Getränke noch einmal so gutschmecken. In einer Ausstellungshalle finden jährlich mehrere Kleintierausstellungen statt. Kaninchen-, Tauben- und andere Kleintierzüchter und ihre Vereine haben hier eine Heimstatt gefunden.

Unsere Anlage ist eine typisch berlinerische Gartenanlage. Die Parzellen haben eine Größe von durchschnittlich 400 bis 600 m². Die meisten Lauben sind größer als 24 m², mit Strom und Wasser ausgestattet. Während der Weltwirtschaftskrise in den 20-er Jahren sowie im und nach dem 2. Weltkrieg sicherten sie so manchen Gartenfreund und seiner Familie das Überleben. Unsere Gartenanlage ist eine Anlage ohne den Zwang zur Kleingärtnerischen Nutzung. Die Gärten werden gemietet, das Eigentum an den Baulichkeiten, dem Aufwuchs und den Außenanlagen sowie die Möglichkeit des Wiederverkaufs werden vertraglich geregelt. Der Bestand der Gartenanlage ist für viele Jahre nicht gefährdet. Unsere Gärten sind in der Regel zwischen 400m² und 600 m²groß. Sie sind bewirtschaftet, der Preis beim Erwerb der Baulichkeiten, der Außenanlagen und des Aufwuchs unterschiedlich.
Er ist in der Anlage vor Ort, organisiert das Zusammenleben aller Parzellennutzer, versorgt seine Mitglieder mit Trinkwasser aus dem eigenen Leitungsnetz, ist Interessenvertreter aller Parzellennutzer nach außen und sorgt durchvielfältige Maßnahmen dafür, dass wir uns in unserer Anlage wohl fühlen. Vielfältige Veranstaltungen im Vereinshaus und auf dem Vereinsgelände können jedem etwas bieten. Gäste sind willkommen. In den Jahrzehnten haben sich enge freundschaftliche und kameradschaftliche Beziehungen zwischen den Parzellennutzern herausgebildet. Nicht selten sind Gartenfreunde in der 3. Generation auf der Parzelle. Viele Pächter sind hier sogar geboren, aufgewachsen, haben sich hier verliebt, verlobt und geheiratet. Das alles führte zu einen guten Zusammenleben, wobei die kameradschaftliche Hilfe einen besonderen hohen Stellenwert hat.

Mit Freude haben die Gartenfreunde die Aussage des Bezirksamtes Pankow im Jahre 2003 zur Kenntnis genommen, dass die Gartenanlage „Einigkeit“ in ihrer Gesamtheit im Flächennutzungsplan“grün“ eingeordnet ist; dass sie bauplanungsrechtlich im Außenbereich liegt und dass sowohl die Landes- als auch die bezirkliche Planung für dieses Gebiet keine andere Nutzung vorsieht. Bis zum Jahre 2004 waren alle der Meinung, dass unsere Anlage – wie auch andere Anlagen in Pankow – eine Kleingartenanlage im Sinne des Bundeskleingartengesetzes (BKleingG) ist.

Das Bezirksamt Pankow von Berlin kündigte zum 31. Dezember 2004 den Kleingarten – Zwischenpachtvertrag und übernahm die Verwaltung der AnlageAlle Versuche zum Erhalt des Kleingartenstatus scheiterten am politischen Willen des Bezirksamtes von Pankow zum Erhalt dieser Kleingartenanlage.
Der Vorstand vereinbarte 2009 mit dem Bezirksamt von Pankow eine Zusammenarbeit bei der Verwaltung der Anlage. Gegenstand der Vereinbarung ist die Festlegung von Informationspflichten sowie konkreter Rechte und Pflichten zur Erhaltung und Gestaltung der Anlage und die Regelung des Nutzensentgelts für die vom Verein als Vereinsplatz genutzte Parzelle 251.

Als Teil des öffentlichen Grüns leisten wir mit unserer strukturell gut angelegten Gartenanlage nicht nur einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung eines ökologischen Bewusstseins und des Artenschutzes, sondern entlasten auch den kommunalen Haushalt erheblich.

Somit blicken wir als Verein optimistisch in die Zukunft. Der Verein ist finanziell gut aufgestellt. Die finanziellen Belastungen sind moderat. Mitgliedsbeiträge, Gebühren und Umlagen werden jährlich neu bemessen, äußerst knapp kalkuliert und durch die Delegiertenversammlung beschlossen.

 

Der Vorstand und die Kommissionen unseres Vereins

 

Die Arbeit eines so großen Vereins mit ca. 800 Parzellen, einem umfangreichen Wege- und Wasserleitungsnetz, zahlreichen Veranstaltungen, Immobilien wie Vereinshaus und Ausstellungszentrum usw. kann nicht von einzelnen Personen geleitet werden. Hier ist eine umfangreiche Arbeitsteilung zwischen den Vorstandsmitgliedern, den Abteilungsleitungen und Kommissionen zu organisieren

Vorstand, Abteilungsleitungen, Kommissionen und Arbeitsgruppen leisten den Hauptteil der Arbeit.

Kontrollorgan des Vereins zwischen den Delegiertenversammlungen ist die Revisionskommission.

Haben Sie ein Fragen, Beschwerden oder Hinweise zur Verbesserung der Verbandsarbeit, brauchen Sie Hilfe und Unterstützung, wenden Sie sich bitte direkt an die zuständigen Gartenfreunde.

Haben Sie Lust und Laune, sich aktiv in die Verbandsarbeit ehrenamtlich einzubringen, wenden Sie sich bitte direkt an den Vorstandsvorsitzenden oder an jedes Vorstandsmitglied.

 

Revisionskommission

Die Kontrolle einer kontinuierlichen, den Bestimmungen der Satzung entsprechenden Tätigkeit der Organe des Vereins und der ordnungsgemäßen Geschäftsführung obliegt der Revisionskommission.

Die Revisionskommission besteht aus:
– dem Vorsitzenden
– dem Stellvertreter
– den Kassenprüfern.
Die Mitglieder der Revisionskommission dürfen kein anderes Wahlamt im Verein ausüben.

Vorsitzender der Revisionskommission
Elmar Hörnig
13158 Berlin, Estragonweg 13
Tel.: (030)

Stellvertretender Vorsitzender der Revisionskommission
Jens Ochmann
13158 Berlin, Estragonweg 13

Kassenprüferin
Ines Harder
13158 Berlin, Anisweg 17